Fakten
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Verlauf der Bundesstraße 30
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Straßenkarte Oberschwaben
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Geplante Kraftwagenstraßen 1926
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Geplante A 89 um 1976
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Wir können alles. Außer Straßen bauen. Baden-Württemberg. (PDF 13,2 MB) |
Die Bundesstraße 30 ist bedingt durch die geographische Lage eine Hauptachse für den Durchgangsverkehr im südöstlichen Landesteil von Baden-Württemberg. Dies wird vom Bund bestätigt.
Verkehrsbelastung
Die B 30 gehört zu den am stärksten befahrenen Bundesstraßen in Deutschland und erreicht mit Stand 2010 tägliche Verkehrsmengen
von bis zu 45.600 Kraftfahrzeuge. Ein Großteil des schweren Lkw-Verkehrs im südöstlichen Landesteil von Baden-Württemberg wird über die B 30 abgewickelt. Seit der
Einführung der Lkw-Maut dient sie nachweislich als eine der am
stärksten betroffenen Maut-Ausweichstrecken in Baden-Württemberg. Darüber hinaus
dient sie als Ausweichstrecke bei Staus auf der A 7 und A 96.
Bund bestätigt Bedeutung
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bestätigt, dass die B 30 die Nord-Süd-Hauptachse im südöstlichen Landesteil von Baden-Württemberg ist. Dennoch sieht der Bund auf dem Abschnitt Baindt - Biberach nur den "Weiteren Bedarf" und das Land Baden-Württemberg einen noch niedrigeren. Für Projekte im "Weiteren Bedarf" besteht ein Planungs- und Bauverbot. Um Verbesserungen an der B 30 vornehmen zu können, ist ein Planungsrecht erforderlich.
Über Jahrzehnte nichts hinbekommen
Schon unter Wilhelm I., Friedrich III., Wilhelm II., Friedrich Ebert, Otto von Bismarck, Paul von Hindenburg und Adolf Hitler befasste man sich mit der damals noch als Staatsstraße 49 und ab 1934 als Reichsstraße 30 geführten Straße. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts war es üblich die Straße verfallen zu lassen, bis sich jemand beklagte. Anschließend wurden Wegezölle erhoben. Um 1926 sollte sie zur leistungsfähigen Kraftwagenstraße ausgebaut werden. Auch diese Pläne wurden aufgegeben. Seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland gab es 15 Bundesverkehrsminister, die ebenfalls den Ausbau der B 30 von nördlich von Baindt bis nach Biberach/Riß nicht zu Stande gebracht haben. Noch in den 1970er Jahren sollte sie durch die A 89 ersetzt werden, welche zwar ab 1976 im Bau war, dann aber auch aufgegeben wurde.
Bedeutung
Die Bedeutung ist geblieben und ständig gewachsen. Die B 30 ist heute unter anderem Teil des Bundesfernstraßen-Grundnetzes, verbindet zwei Oberzentren und drei Mittelzentren, ist die Nord-Süd-Hauptanbindung zum Flughafen und der Messe Friedrichshafen sowie dem Güterverkehrszentrum Ulm. Darüber hinaus ist sie die Nord-Süd-Hauptachse zum mittleren Bodensee und bindet damit nicht nur die touristischen Zentren am Bodensee an, sondern auch jene in Oberschwaben. Weiter ist sie eine wichtige Wirtschafts- und Handelsachse. So liegt beispielsweise eines der größten Industriegebiete in Baden-Württemberg an der B 30. Zusammen mit der A 8 verbindet sie die Landkreise Ravensburg und Biberach mit der Metropolregion Stuttgart.
Die B 30 erfüllt damit mehr Funktionen als die meisten Bundesstraßen und manche Autobahnen.
Politik sieht weiterhin keinen Bedarf
Untersuchungen (ca. 13,2 MB) zeigen, dass die Projekte im Zuge der B 30 von Baindt bis Biberach im Zuge des Bundesfernstraßenbaus einen der höchsten Nutzen haben. Gleichzeitig wird von der Politik kein Bedarf für Verbesserungen gesehen.
Probleme
Die B 30 genügt schon lange nicht mehr den Anforderungen an ein modernes, leistungsfähiges und sicheres Straßennetz. Die Bundesstraße ist für ein Wirtschaftsland angesichts ihrer Bedeutung und des derzeitigen Ausbauzustands nicht vertretbar. Im Bundesgebiet gibt es keine Strecke mit vergleichbar geballten Problemen. Dennoch befindet sich der Abschnitt Baindt - Biberach nach wie vor komplett im "Weiteren Bedarf", ist weitgehend ohne Planung und nicht in der Prioritätenliste des Landes Baden-Württemberg mit einem Horizont von 2035 enthalten. Dabei finden sich auf diesem Abschnitt zwei der am höchsten belasteten Ortsdurchfahrten im Bundesfernstraßennetz. Auch häufen sich besonders schwerwiegende Unfälle.
Weitere Informationen
Nachweis der B 30 als Hauptachse
Prioritätenliste des Landes Baden-Württemberg
Wir können alles. Außer Straßen bauen. Baden-Württemberg (ca. 13,2 MB)

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